Hier befindet sich ein Überblick über die folgenden Gremien der Evangelisch-methodistischen Kirche Waldenbuch:
Gemeindevorstand – was macht der eigentlich?
Der Gemeindevorstand (GV) sorgt dafür, dass unsere Gemeinde lebendig bleibt. Er plant die kirchliche Arbeit in allen Bereichen: Aufbauen, Helfen, Bezeugen – und kümmert sich darum, dass alles, was wir dafür brauchen, zur Verfügung steht. Der GV entwickelt Ideen, setzt Ziele, schaut, dass Projekte umgesetzt werden, und wertet aus, wie es läuft. Außerdem unterstützt er, wenn ehrenamtliche Aufgaben in der Gemeinde besetzt werden müssen. Kurz gesagt: Der GV sorgt dafür, dass alles rund läuft.
Zeitaufwand:
Etwa 2–3 Stunden pro Treffen, manchmal ein bisschen länger am Abend. Insgesamt gibt es rund 7–10 Treffen im Jahr, je nach aktuellen Projekten und Aufgaben.
Arbeitsweise:
Treffen finden in der Kirche statt. Es gibt eine Tagesordnung, und wir halten ein Protokoll fest. Gemeinsam diskutieren wir Themen, teilen Aufgaben auf und bringen sie dann wieder zusammen, um
Entscheidungen zu treffen. Gäste sind bei den Sitzungen jederzeit herzlich willkommen!
Wer passt gut?
Vorerfahrung ist nicht nötig – nur Lust auf Kirche, Freude am Mitdenken und Interesse daran, Verantwortung zu übernehmen. Für den Gemeindevorstand kommen allerdings nur Kirchenglieder in Frage. Aber
keine Sorge: Jede und jeder kann bei Projekten, Gruppen oder Aktionen mitmachen – sogar wenn man kein Kirchenmitglied ist. Also: Ran an die Ärmel, die Kirche freut sich auf dich!
Bezirkskonferenz – was ist das eigentlich?
Die Bezirkskonferenz (BK) ist das zentrale Treffen der Gemeinden eines Bezirks. Sie bildet innerhalb der Evangelisch-methodistischen Kirche die grundlegende Einheit im Verbundsystem und ist das Bindeglied zwischen den einzelnen Gemeinden und der gesamten Kirche. Hier kommen gewählte und beauftragte Menschen aus den Gemeinden zusammen, um gemeinsam Verantwortung für den Bezirk zu übernehmen.
Die Bezirkskonferenz trägt die Verantwortung für die Arbeit des Bezirks. Ihre wichtigste Aufgabe ist es, die kirchliche Arbeit im Bezirk zu planen, weiterzuentwickeln und auszuwerten – im Einklang mit den Zielen der EmK. Sie nimmt Berichte aus den Gemeinden und aus den Ausschüssen des Bezirks entgegen und verständigt sich darüber, welche Ziele verfolgt werden und welche Mittel dafür eingesetzt werden sollen. Kurz gesagt: In der Bezirkskonferenz wird gemeinsam beraten und entschieden, wie Kirche im Bezirk gestaltet wird.
Die konkrete Arbeit findet dabei vor allem in den Ausschüssen und Gremien statt, zum Beispiel in den Gemeindevorständen sowie im Haus- und Finanzausschuss. Je nach Bedarf kommen weitere Ausschüsse hinzu.
Zeitaufwand
Die Bezirkskonferenz findet einmal im Jahr statt. Bisher dauert sie einen Abend mit rund 4 Stunden. Die konkrete Ausgestaltung der Bezirkskonferenz in der neuen Schönbuchregion befindet sich derzeit
noch in der Entwicklung – wir finden uns neu und gestalten diesen Rahmen gemeinsam.
Arbeitsweise
Die Bezirkskonferenz wird in Präsenz stattfinden. Es gibt eine Tagesordnung, und die Konferenz nimmt Berichte aus den Gemeinden sowie aus den Ausschüssen des Bezirks entgegen. Auf dieser Grundlage
werden Themen beraten und Entscheidungen vorbereitet bzw. getroffen.
Wer passt gut?
Die Bezirkskonferenz ist genau richtig für Menschen, die über den eigenen Gemeinderand hinausdenken und den Bezirk aktiv mitgestalten möchten. Wer Interesse an der Entwicklung von Kirche hat,
Verantwortung für die Region übernehmen will und die eigene Gemeinde gut kennt, ist hier gut aufgehoben. Es geht darum, Perspektiven einzubringen, gemeinsam nach vorne zu denken und die Zukunft des
Bezirks mitzuprägen. Die Mitarbeit in der Bezirkskonferenz ist Kirchengliedern vorbehalten.
Haus- und Finanzausschuss – worum geht’s da eigentlich?
Auf Bezirksebene gibt es zwei eng zusammenarbeitende Ausschüsse: den Ausschuss für Kircheneigentum und Hausverwaltung und den Finanzausschuss. Beide werden von der Bezirkskonferenz gebildet und kümmern sich – vereinfacht gesagt – darum, dass Gebäude und Finanzen der Kirche gut verwaltet werden.
Der Ausschuss für Kircheneigentum und Hausverwaltung ist zuständig für das kirchliche Eigentum. Dazu gehören die Kirchengebäude und weitere Immobilien im Bezirk. Er begleitet Bau- und Umbauangelegenheiten und behält im Blick, was an den Gebäuden ansteht. In Waldenbuch und Schönaich arbeiten wir dafür zum Beispiel mit einem 5-Jahresplan. Für die einzelnen kirchlichen Gebäude bestellt die Bezirkskonferenz Hausverwalterinnen und Hausverwalter – sie sind automatisch Mitglieder dieses Ausschusses und bringen das Wissen von vor Ort ein.
Der Finanzausschuss kümmert sich um die finanziellen Mittel des Bezirks. Er plant den Haushalt, begleitet die laufenden Finanzen und bereitet den Abschluss für die Bezirkskonferenz vor. Ziel ist es, die finanziellen Grundlagen für die Arbeit der Kirche zu sichern und verantwortungsvoll mit den vorhandenen Mitteln umzugehen.
Beide Ausschüsse arbeiten eng zusammen, denn Gebäude und Finanzen gehören zusammen: Was gebaut, saniert oder umgebaut wird, muss auch finanziell gut durchdacht sein.
Da beide Ausschüsse auf Bezirksebene tätig sind und damit etwas weiter weg vom Alltag der einzelnen Gemeinden, kommt dem Gemeindevorstand vor Ort eine wichtige Rolle zu. Er kümmert sich um die Gebäude und die Finanzen in der Gemeinde und ist erste Anlaufstelle für praktische Fragen. Diese Aufgaben kann der Gemeindevorstand an eigene Ausschüsse oder einzelne Personen delegieren, um genügend Zeit für seine weiteren Aufgaben zu behalten. Bezirk und Gemeinde greifen so sinnvoll ineinander – und gleichzeitig entscheidet kein Bezirksgremium, was konkret vor Ort bei Gebäuden oder Finanzen ansteht.
Zeitaufwand
In der Regel gibt es eine gemeinsame Sitzung beider Ausschüsse pro Jahr sowie ein bis drei weitere Sitzungen, die jeweils getrennt stattfinden. Der zeitliche Aufwand pro Sitzung liegt bei rund 3
Stunden, abhängig vom Inhalt. Auch hier finden wir uns als neuer Bezirk noch und schauen, wie die konkrete Ausgestaltung aussehen wird.
Arbeitsweise
Die Ausschüsse arbeiten auf Bezirksebene und stehen in engem Austausch miteinander sowie mit den Gemeindevorständen und dem Großen Dienstgespräch. Themen werden gemeinsam vorbereitet, abgestimmt und
Schritt für Schritt bearbeitet – immer mit Blick auf den Bezirk und die Situation vor Ort.
Wer passt gut?
Hier sind Menschen richtig, die Interesse an Gebäuden, Finanzen oder Organisation haben – man muss aber kein Profi sein. Wichtig sind Zuverlässigkeit, Bereitschaft zur Zusammenarbeit und Freude
daran, gute Rahmenbedingungen für kirchliche Arbeit zu schaffen. Auch eine beratende oder unterstützende Mitarbeit von Nicht-Kirchengliedern ist gut vorstellbar – ein guter Grund, Kirchenglied zu
werden?
Vorschlagsausschuss – was macht der eigentlich?
Der Vorschlagsausschuss wird von der Bezirkskonferenz gebildet. Seine Aufgabe ist es, Menschen für Ämter, Vorstände und Ausschüsse vorzuschlagen, die dann gewählt werden. Die Mitglieder des Vorschlagsausschusses werden direkt aus der Bezirkskonferenz gewählt, den Vorsitz hat der leitende Pastor oder die leitende Pastorin.
Nach unserer Kirchenordnung begleitet der Ausschuss das Thema Mitarbeit und Leitung über das ganze Jahr hinweg. Er sucht geeignete Personen, ermutigt sie, fördert sie und sorgt – wo nötig – auch für Schulung. Dabei arbeitet er dem „Großen Dienstgespräch“ in allen Personalfragen zu (außer bei Angestellten). Gemeinsam mit anderen Ausschüssen behält er im Blick, wo Menschen für Leitung und Mitarbeit gebraucht werden.
In der neuen großen Schönbuchregion gilt dabei ganz besonders: Viele Aufgaben können nur von Menschen vor Ort übernommen werden. Deshalb spielt der jeweilige Gemeindevorstand bei der konkreten Umsetzung eine wichtige Rolle und arbeitet eng mit dem Vorschlagsausschuss zusammen.
Funfact am Rande: Diese Erklärartikel entstehen gerade aus der Arbeit des aktuellen Vorschlagsausschusses – denn damit werden die anstehenden Gremienwahlen am 01.03.2026 vorbereitet.
Zeitaufwand
Die Arbeitsweise des neuen Vorschlagsausschusses wird derzeit noch festgelegt. Klar ist: Wahlen müssen vorbereitet werden – das nächste Mal spätestens 2031 (klingt weit weg, kommt aber schneller als
man denkt). Dazwischen geht es vor allem um Gespräche, beobachten, zuhören und gelegentliche Treffen. Der Zeitaufwand ist eher punktuell als dauerhaft.
Arbeitsweise
Die Arbeit findet überwiegend im Hintergrund statt, aber mit Einbindung der Gemeinde. Der Ausschuss hält die Augen offen: Wer möchte sich ehrenamtlich engagieren? Welche Aufgaben gibt es? Passt
Mensch zu Aufgabe – oder Aufgabe zu Mensch? Dabei arbeitet er eng mit den Gemeindevorständen zusammen.
Wichtig sind Transparenz und Offenheit, gleichzeitig aber auch die nötige Vertraulichkeit, weil es immer um Menschen und ihr Engagement geht.
Wer passt gut?
Im Vorschlagsausschuss sind Menschen richtig, die ihre Gemeinde gut kennen und ein Gespür für andere haben. Wichtig sind Offenheit, Menschenkenntnis und der Mut, andere freundlich anzusprechen.
Vorerfahrung ist hilfreich, aber nicht entscheidend – entscheidend ist die Bereitschaft, hinzuhören, zu ermutigen und Verantwortung für gute Mitarbeit in der Gemeinde zu übernehmen.
Am 01.03.2026 ist es so weit: In unseren Gemeinden finden die Gemeindeversammlungen mit den anstehenden Wahlen statt. Dazu laden wir euch herzlich ein!
Die Gemeindeversammlung ist ein wichtiger Ort der Mitwirkung. Hier geht es um Information, Orientierung und Austausch – und ganz konkret um die Wahlen für Gremien und Aufgaben, die unsere Gemeinden und den Bezirk in den kommenden Jahren mitgestalten.
Alle anwesenden Kirchenglieder haben bei der Gemeindeversammlung Stimm- und Wahlrecht. Das ist ein zentrales Element unserer Kirche: Entscheidungen werden gemeinsam getroffen – transparent und getragen von vielen.
Die Gemeindeversammlung lebt davon, dass viele kommen, zuhören, mitdenken und mitentscheiden.
Noch kein Kirchenglied?
Kein Problem – dabei sein lohnt sich trotzdem!
Und vielleicht denkst du beim Lesen ja:
„Eigentlich könnte das auch ein nächster Schritt für mich sein.“